Was bisher geschah:

Teil 1
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Spezial: Anlasserfreilauf, Pleuel & Kolben
Spezial:
Ventile und Zylinderkopf, Ventilmontage
Spezial: Nockenwellenkettenspanner
Spezial: Ölpumpe


Wiedermontage

Die Kolben wurden mit den (alten) Kolbenringen ausgerüstet und jeweils ein Sicherungsring so in die Nut gelegt, das der Stoß jeweils nicht an dem Ausschnitt im Kolben steht.
Kolbenbolzen und -auge wurden mit einer 1:1 Mischung aus Motorenöl und einem MoS2-Fett geschmiert, montiert, und der jeweils zweite Sicherungsring eingebaut. Die Sicherungsringe der Kolbenbolzen müssen jeweils neu sein.

Die Pleuel wurden mit neuen Lagerschalen ausgestattet und mit Hilfe eines handelsüblichen Spannbandes für Kolbenringe in die Zylinder gesteckt. Dazu wurden sowohl Zylinder wie Kolben mit Ringen geölt (20W-50 ;-)  ) (leider ohne Bilder).

Der Motor wurde umgedreht und die neuen Lagerschalen der Hauptlager sowie die Pleuellagerschalen ebenfalls mit dem MoS2-Fett - Ölgemisch bestrichen. Die Kurbelwelle wurde mit Hilfe einer zweiten Person so eingelegt, das die Pleuel keinen Schaden nehmen oder anrichten. Sodann wurden die Pleuelfüße mit den neuen Lagern fertig montiert, die SW 10 Muttern (Feingewinde) gut geölt mit 33 Nm angezogen.

Die entfetteten Gehäusehälften wurden an den entsprechenden Stellen mit Curil T bestichen. Nach einer Ablüftzeit von ca. 10 Minuten wurde das untere Motorgehäuse aufgelegt, drei Zentrierbolzen sowie die beiden Öldüsen saßen an ihrem Ort. 8 Hauptlagerbolzen sowie 4 Bolzen für die Ausgleichswellenlager wurden mit geöltem Gewinde und Sitz in mehreren Gängen mit 25 Nm angezogen. Die restlichen M6-Schrauben wurden nach Vorschrift mit 12 Nm montiert.

Erst dann realisierte ich, das die Kurbelwelle und auch die Ausgleichswelle falsch herum im Gehäuse lagen: der Wellenstupf für die Lichtmaschine lag auf der Kupplungsseite. Also alles wieder zerlegt, die Dichtungsmasse entfernt und Feierabend gemacht.

Frühstück

Am nächsten Tag, nach einem ausgiebigen Frühstück bei Kerzenschein, noch einmal das Ganze, dieses Mal 3 mal
kontrolliert und testweise den LiMa-Rotor aufgesteckt. Ölsieb, -rohr und Überdruckventil sowie die Ölwanne werden
montiert, sobald der Kopf drauf ist. Solange können eventuell in den Motor fallende Bauteile relativ leicht wieder heraus
geholt werden. Im Bild unten fehlt bei A der Zentrierbolzen und bei B der Pleulfußdeckel. In der Mitte vorne ist die gelbe
Gleitschiene der Nockenwellenkette zu sehen, dahinter die Kette selbst und wiederum dahinter die schwarze Spannschiene.
Das Getriebe, dieses Mal mit beiden Wellen in einem Gehäuse, steht im Leerlauf.

Montage 1

Nachden das Gehäuse wieder zu war wurde das Zahnrad des Ausgleichswellenantriebs montiert und die Mutter (SW 30)
nur locker aufgedreht.Auf den Wellen gibt es nur eine mögliche Position für die Zahnräder, Wellen und Zahnräder haben
in einem Bereich eine breitere Verzahnung als am restlichen Umfang. Beim Aufstecken des KW-Zahnrads auf die
Ausrichtung der Markierungen achten, sobald das Kurbelwellenzahnrad in die Verzahnung der Ausgleichswelle greift.
Hilfszahnrad entsprechend vorspannen, dann KW-Zahnrad aufdrücken.

Die Marke 1ºT auf dem KW-Zahnrad muss gegenüber der Marke am Gehäuse, die beiden Striche an den Zahnrädern
sich gegenüber stehen.
Durch den Blickwinkel von schräg-vorne scheint die
1ºT -Marke nicht genau auf dem Pfeil ( < )zu stehen, der auf dem
Gehäusesteg eingegossen ist, tut sie aber. Der Strich auf dem KW-Zahnrad wird gegenüber der AW-Marke stehen,
sobald die Kupplung eingebaut und das Hilfszahnrad die notwendige Vorspannung hat. Damit wird das Rad um einen
halben Zahn weiter nach rechts gedreht.


Montage 2

Anschließend wird der Ölpumpenantrieb mit Nabenhülse, Kettenrad, Kette und Ritzel (siehe auch hier und hier) aufgesteckt und
die Schraube in der Ölpumpenwelle mit 15 Nm angezogen.

Anzugswerte der anderen Bauteile:
Die Fertigmontage möchte ich später am eingebauten Motor machen, da derzeit kein geeignetes Werkzeug zum
Gegenhalten vorhanden ist. Eine entsprechende Notiz ist am Motor befestigt.



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